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In der Verwaltungsgemeinschaft bildet Büden den westlichsten Eckpfeiler. Das Dorf ist als Rundling um die zentral liegende Kirche angeordnet und hat einen ländlichen Charakter. Dem aufmerksamen Besucher fallen hier zum ersten Mal die für viele Dörfer unserer Gegend typischen Torbögen der Bauernhöfe auf. Die Bauernhöfe sind meist sehr ausgedehnt mit großen Wohngebäuden und um den rechteckigen Hof angeordneten mächtigen Scheunen und Ställen, die leider heute selten noch eine Funktion haben, manchmal jedoch auch umgebaut wurden, um weiteren Wohnraum zu gewinnen. Sie zeugen von dem Fleiß der Bauern und den guten Erwerbsmöglichkeiten in der Landwirtschaft gegen Ende des letzten und in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts. Besonderer Stolz der Erbauer müssen die Torbögen gewesen sein. Sie sind hoch, um die Erntewagen passieren zu lassen, und unterscheiden sich in der Form und im Detail voneinander. Jeder Bogen ein Unikat - ein Zeuge des Stolzes der Landwirte auf ihren Beruf. Die Gemeinde Büden wurde erstmals 992 als Budin erwähnt. Eine slawische Besiedlung lässt sich aber viel früher annehmen. Bereits 1420 hatte sich der Ortsname zu Büden gewandelt. Im 30-jährigen Krieg wurde der Ort durch Soldaten und die Pest völlig entvölkert. Das Bauerndorf Büden nahm dann gegen Ende des 19. Jahrhundert in der so genannten Gründerzeit eine gute Entwicklung. 1878 wurde eine neue Schule mit 70 Kindern eröffnet. 1892 wurde der Bahnhof Büden an der Eisenbahnstrecke Magdeburg-Loburg und 1894 erstmalig eine Poststelle eröffnet. 1908 legten die Bürger von Büden den neuen großen Friedhof an. In Büden bestand von 1683 bis zum Jahre 1925 eine Holländerwindmühle. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Büden ein Zentrum der Landwirtschaft mit der Bildung landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften. Ein 1974 erfolgter Zusammenschluss mit anderen Gemeinden in der Großgemeinde Königsborn wurde 1984 als "erfolgloser Versuch" wieder beendet. Leider brannte im Jahre 1985 die Mauritius-Kirche völlig aus und ihre Mauern bildeten über ein Jahrzehnt lang als Ruine den Dorfmittelpunkt. Erst im Jahre 2000 gelang es einer Interessengemeinschaft, entsprechende Gelder aus Versicherung bzw. Denkmalschutz abzuschöpfen und mit dem Wiederaufbau zu beginnen. Dieser konnte zwar bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beendet werden, jedoch ist das sanierte Dach wieder weithin sichtbar und verschönert somit die Dorfansicht beträchtlich. Die 269 Büdener Einwohner sind stolz auf ihr neu errichtetes Bürgerhaus, in dem auch die Freiwillige Feuerwehr untergebracht ist. Die Agrargenossenschaft betreibt weiterhin Landwirtschaft und am Bahnhof entstand ein kleines Gewerbezentrum. Große Anstrengungen unternahm die Gemeinde in punkto Straßenbau. Alle Straßen wurden grundhaft ausgebaut und beeinflussen das Gesamtbild des Dorfes sehr positiv. Mit der 2004 erneuerten östlichen Zufahrtsstraße ging für die Büdener ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, konnten sie sich doch endlich von dem napoleonischen Pflaster trennen.


 


Auszug aus dem historisch-geografisch-statistisch-topographischen Handbuch vom Regierungsbezirk      Magdeburg von 1842